Tiedemann: Kauf ist ein Fass ohne Boden
Am 14. Dezember 2024 berichtete der WESER-KURIER über den geplanten Ankauf
von Teilbereichen der Immobilie Katharinenstraße 12-14 in der Innenstadt für 2,4
Millionen Euro, für die Einrichtung eines neuen Fahrradparkhaus. Die Fraktion
BÜNDNIS DEUTSCHLAND in der Bremischen Bürgerschaft kritisiert das Kosten-
Nutzen-Verhältnis.
„Nichts spricht gegen die Bereitstellung von Fahrradparkplätzen, doch dieser Kauf wird
erneut ein Fass ohne Boden“, mahnt Abgeordnete Julia Tiedemann. „Wie dem Bericht zu
entnehmen ist, sind bereits jetzt 1,9 Millionen Euro allein für den Ankauf von zwei der
Etagen geplant. Doch das Objekt ist sanierungsbedürftig und jetzt dort ansässige das
Ressort für Umwelt, Klima und Wissenschaft die zur Zeit dort als Mieter ansässig ist, hatte
bereits vor einiger Zeit sein Interesse bekundet, die Immobilie wechseln zu wollen. Was
da an Kosten noch auf uns zukommt, ist ungewiss.“
Auf Grund mangelnder Stellflächen werden Fahrräder in der Innenstadt immer wieder
zum Ärgernis für andere Verkehrsteilnehmer. Um hier Abhilfe zu schaffen sind weitere
Abstellmöglichkeiten für Radfahrer zu schaffen.
Tiedemann fährt weiterhin fort: „Wie groß die finanziellen Risiken sein dürfen, um allen
Verkehrsteilnehmern gerecht zu werden, ist streitbar. Jedoch sehen wir von BÜNDNIS
DEUTSCHLAND eine mehrstellige Millionenausgabe mit ungewissen
Instandsetzungskosten der Immobilie für Fahrradparkflächen als unverantwortlich an.
Auch die Frage nach der Nutzung des Kellergeschosses, ist nicht abschließend geklärt. Es
ist kein regulärer Bedarf für diese Etage vorhanden und ein Kauf daher unnötig. In anderen
Aufgabenfeldern von Stadt und Land können wir kaum den monetären Grundbedarf
stemmen, daher ist diese Ausgabe umso unverständlicher.“
Die Fraktion BÜNDNIS DEUTSCHLAND wird die finanzielle Entwicklung des Projektes
weiterhin kritisch beobachten.
(Ende der Pressemeldung)