Tiedemann: Genossen müssen Blockadehaltung ad acta legen

Laut einem gestrigen Bericht der NORDSEE-ZEITUNG fordert der neue Präses der Handelskammer Bremen/Bremerhaven, André Grobien, die Umsetzung der Hafenrandstraße. Durch den Neubau soll die Verkehrsbelastung in der Bremerhavener Stadtmitte reduziert werden. Derzeit fahren viele Lkw-Fahrer zu Tag- und Nachtzeiten durch die Innenstadt. Die Bremerhavener SPD hat sich in der Vergangenheit mehrfach gegen den Bau der Straße ausgesprochen.

Für viele Lkw-Fahrer ist der Hafentunnel keine Alternative, da sie dann im Norden Bremerhavens über die Abfahrt Überseehafen auf die Autobahn 27 müssten, wo häufig Baustellen den Verkehrsfluss behindern. Deshalb wählen die Trucker den vermeintlich kürzeren Weg durch die Innenstadt bis zur Autobahnanschlussstelle Süd. Die Anwohner leiden indes unter einer hohen Lärmbelastung und warten auf eine Lösung der Politik. Die Fraktion BÜNDNIS DEUTSCHLAND unterstreicht die Forderung des neuen Handelskammer-Präses und fordert den Bremer Senat auf, den Bau der Hafenrandstraße zügig umzusetzen.

Julia Tiedemann, verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion BÜNDNIS DEUTSCHLAND in der Bremischen Bürgerschaft, erklärt dazu: „Es ist unverständlich, dass sich die Bremerhavener SPD weiterhin gegen die Hafenrandstraße sperrt und damit die berechtigten Anliegen der Anwohner ignoriert. Der Schwerlastverkehr durch die Innenstadt ist eine enorme Belastung für die Menschen vor Ort. Die Errichtung der Hafenrandstraße wäre eine praktikable Lösung, um den Verkehr effizienter zu lenken und die Belastungen für die Bewohner der Stadtmitte zu reduzieren.“

Die Fraktion BÜNDNIS DEUTSCHLAND fordert den Senat auf, die Hafenrandstraße umzusetzen und als Einbahnstraße ausgehend vom Hafen zu gestalten. „Da der Hafen stadtbremisches Gebiet ist, liegt es in der Verantwortung des Bremer Senats, hier aktiv zu werden. Die Bremer Regierungspartei SPD muss dringend auf ihre Parteikollegen in der Seestadt einwirken, denn dort müssen die Genossen ihre Blockadehaltung ad acta legen“, so Tiedemann