BD-Fraktion fordert radikalen Kurswechsel in Bildungspolitik

Fricke: Lehrer in Bremen sind an Belastungsgrenze

Laut einem aktuellen WESER-KURIER-Artikel haben die Leitungen von 84 Bremer Grundschulen in einem Brandbrief an Bildungssenatorin Sascha Aulepp (SPD) eine kollektive Überlastungsanzeige gestellt. Die Schulleitungen kritisieren den Mangel an personellen und baulichen Ressourcen sowie die Überlegungen des SPD-geführten Ressorts zur Erhöhung von Klassengrößen und Lehrerarbeitszeiten. Sie bezeichnen die geplanten Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen als „absolut inakzeptabel und nicht hinnehmbar“ und warnen vor den Folgen bisheriger Einsparungen, die sich in überfrequentierten Klassen und zunehmender Gewalt auf Schulhöfen zeigen.

Holger Fricke, bildungspolitischer Sprecher der BD-Fraktion, erklärt dazu: „Der dramatische Brandbrief von den Grundschuldirektoren zeigt einmal mehr einen bedrohlichen Fachkräftemangel im gesamten Bildungsbereich. Zwar werden derzeit verstärkt Lehrkräfte und Sozialpädagogen ausgebildet, doch die Anzahl reicht bei Weitem nicht aus. Dass das Bildungsressort nun die Stundenzahl der Lehrer erhöhen und die Klassengrößen vergrößern will, ist eine bildungspolitische Bankrotterklärung und ein Mangel an Wertschätzung gegenüber den Lehrkräften. Bereits jetzt sind die Pädagogen völlig überlastet, das zeigt sich unter anderem an der zunehmenden Gewalt auf den Schulhöfen. Ebenso steigt die Anzahl der Erstklässler mit geistigen Beeinträchtigungen, das treibt die Lehrer an ihre Belastungsgrenze.“

Die Fraktion BÜNDNIS DEUTSCHLAND fordert angesichts dieser alarmierenden Situation einen radikalen Kurswechsel in der Bremer Bildungspolitik. „Wir fordern einmal mehr die Wiedereinführung von Förderschulen für Kinder mit Förderbedarf sowie die Einrichtung einer Enquete-Kommission. Nur mit nationaler Hilfe und Beratung kann die Wende in unserer völlig verfehlten, jahrelangen SPD-Bildungspolitik gelingen“, so Fricke.

(Ende der Pressemeldung)

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