Fricke: Kinder ungeschultem Personal anzuvertrauen, ist schlicht unverantwortlich
Die Bildungssenatorin Sascha Aulepp (SPD) plant in einer neuen Gesetzesinitiative, dass
auch Quereinsteiger ohne vorhandene Grundqualifikation in der Kinderbetreuung in Kitas
arbeiten sollen. Das berichtet der WESER KURIER. Ein Vorschlag für eine Änderung des
Bremischen Tageseinrichtungs- und Kindertagespflegegesetzes (BremKTG) liegt laut dem
Presseartikel bereits vor.
Der bildungspolitische Sprecher der Fraktion BÜNDNIS DEUTSCHLAND, Holger Fricke, sieht
durchaus einen Vorteil im Einsatz von Quereinsteigern zur Sicherung der frühkindlichen
Förderung, betont jedoch: „Die Hauptverantwortung für die Erziehung von Kleinkindern muss
bei pädagogisch ausgebildeten Fachkräften bleiben. Die Übertragung der Kinderbetreuung
und -förderung an ungeschultes Personal ist schlicht unverantwortlich. Hier muss dringend
nachgesteuert werden.“
Die Fraktion BÜNDNIS DEUTSCHLAND fordert das Bildungsressort daher auf, von diesem
Vorstoß der Gesetzesänderung Abstand zu nehmen. „Der Staat hat die klare Pflicht, unsere
Kleinen vollumfänglich in die Obhut von qualifiziertem Personal zu geben. Die Folgen einer
verfehlten Personalpolitik im Kitabereich dürfen nicht auf den Schultern der Eltern und Kitas
ausgetragen werden – und erst recht nicht auf Kosten der zu betreuenden Kleinkinder“, so
Fricke.
(Ende der Pressemeldung)
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