Leidreiter: Barrierefreiheit darf nicht zum Lippenbekenntnis werden
Laut einem aktuellen Bericht des WESER-KURIER drohen dem Senat Klagen wegen der geplanten Umgestaltung der Haltestelle Domsheide in Bremen-Mitte. Besonders die Verlegung der Straßenbahnhaltestellen um 50 Meter sorgt für Kritik bei Interessensvertretungen für behinderte Menschen, da sie die Barrierefreiheit erheblich einschränken könnte. Die Fraktion BÜNDNIS DEUTSCHLAND schließt sich der Meinung der Behindertenverbände an und fordert ein Umdenken in der Planung, damit Bremen tatsächlich inklusiv für alle Teile der Bevölkerung wird – denn nicht nur Menschen mit Behinderung, sondern auch viele Rentner sind auf barrierefreie Haltestellen angewiesen.
Piet Leidreiter, verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion BÜNDNIS DEUTSCHLAND, erklärt dazu: „Es ist beschämend, dass der Senat die Teilhabe von Menschen mit Behinderung aufs Spiel setzt. Wenn Rot-Rot-Grün immer wieder betont, wie wichtig Inklusion und Barrierefreiheit sind, dann müssen diese Werte auch in der Praxis umgesetzt werden.“
Die Fraktion BÜNDNIS DEUTSCHLAND fordert den Senat auf, die Planungen zur Domsheide so anzupassen, dass sie allen Menschen gerecht werden. Leidreiter dazu: „Wir fordern ein Konzept mit einer barrierefreien Haltestelle. Seit gefühlten Ewigkeiten irren Menschen an der Domsheide umher und wissen nicht, welche Haltestelle wohin führt. Das muss endlich einheitlich und verständlich werden – und darf nicht zulasten von geh- und sehbehinderten Menschen oder älteren Bürgern gehen“, so Leidreiter abschließend.
(Ende der Pressemeldung)