Fricke: Wesentliche Elemente frühkindlicher Bildung gehen verloren
Laut einem Bericht des WESER-KURIER könnte für etwa 4.500 Kinder in den Kitas der Bremischen Evangelischen Kirche (BEK) das frisch gekochte Mittagessen bald wegfallen. Die BEK plant aufgrund von Einsparungen, den Betrieb der Vollküchen einzustellen und stattdessen auf Essen aus externen Großküchen zurückzugreifen. Bisher erhielt die Landeskirche durch eine vereinbarte Finanzierungspraxis finanzielle Unterstützung von der Stadt Bremen. Diese Finanzierungsmodalitäten haben laut Mitteilung von Senatorin Aulepp (SPD) nun keine Gültigkeit mehr, was zu einer Finanzierungslücke von etwa 660.000 Euro für die Kirche führen würde.
Die Fraktion BÜNDNIS DEUTSCHLAND kritisiert diese Entwicklung und sieht darin ein besorgniserregendes Muster, denn immer wieder würde im Kinder- und Bildungsbereich gespart werden.
Holger Fricke, bildungspolitischer Sprecher der Fraktion BÜNDNIS DEUTSCHLAND, führt dazu aus: „Die Qualität des Essens wird garantiert darunter leiden, sollte es aufgewärmt statt frisch zubereitet werden. Aber es geht um mehr als nur um die Mahlzeit, hier geht wertvolle pädagogische Arbeit abhanden. Kinder lernen beim gemeinsamen Kochen und Zubereiten wichtige Elemente über gesunde Ernährung und den Umgang mit Lebensmitteln. Durch die Einsparungen gehen wesentliche Elemente der frühkindlichen Bildung verloren.“
Die Fraktion BÜNDNIS DEUTSCHLAND verweist zudem darauf, dass sich der Senat mit dem sogenannten „Aktionsplan 2025“ von 2018 selbst das Ziel gesetzt hat, die Gemeinschaftsverpflegung in Bremen schrittweise auf bis zu 100 Prozent biologische und möglichst regionale Produkte umzustellen. „Das Essen muss in jeder Kita unserer Hansestadt die gleiche Qualität haben, egal ob öffentlicher oder privater Träger“, so Fricke.