Schellenberg: Antrag zur Beibehaltung der Prämie geplant

Laut einem aktuellen Bericht von Radio Bremen soll der sogenannte Meisterbonus im Bundesland Bremen von 4.000 Euro auf 1.000 Euro gekürzt werden. Arbeitssenatorin Claudia Schilling (SPD) möchte damit eigenen Angaben zufolge, die Ausgaben in ihrem Ressort reduzieren. In einem Antrag an die Bürgerschaft fordert die Fraktion BÜNDNIS DEUTSCHLAND die Beibehaltung der Meisterprämie in voller Höhe.

Die BD-Fraktion weist zudem darauf hin, dass Fachkräfte mit Meistertitel in den beiden Stadtstaaten Berlin und Hamburg deutlich höhere Prämien erhalten. In Berlin liegt die staatliche Zuwendung bei 5.000 Euro, Frauen bekommen in der Hauptstadt 1.000 Euro zusätzlich.

Sven Schellenberg, arbeitspolitischer Sprecher der Fraktion BÜNDNIS DEUTSCHLAND, erklärt dazu: „Die Kürzung der Meisterprämie ist ein fatales Signal an den Fachkräftenachwuchs in Bremen. Mit nur 26,1 Meisterbetrieben pro 100.000 Einwohnern liegt Bremen ohnehin weit hinter unserem Nachbarland Niedersachsen mit knapp 61 Betrieben. Statt die Attraktivität des Meistertitels zu stärken und diesen finanziell aufzuwerten, spart die SPD-Senatorin Schilling hier an der absolut falschen Stelle. Unsere Stadt braucht dringend mehr Fachkräfte und eine starke Unterstützung des Handwerks.“

Die BD-Fraktion kündigt an, in Kürze einen Antrag zur Beibehaltung der Meisterprämie in Höhe von 4.000 Euro in die Bremische Bürgerschaft einzubringen. „Mit unserem parlamentarischen Vorstoß wollen wir den Meistertitel in Bremen weiterhin attraktiv halten und dem Fachkräftemangel entgegenwirken. Der Vorstoß von Frau Schilling ist nichts anderes als ein Angriff auf unser Handwerk. Statt das Rückgrat der Wirtschaft zu stärken, wird hier an der Zukunft unseres Landes gespart. Das können wir nicht hinnehmen“, so Schellenberg.

(Ende der Pressemeldung)