Minne: Senat muss jetzt handeln
Die zunehmende Gewalt gegen medizinisches Personal in Bremer Kliniken ist alarmierend. Nach einem Bericht des WESER-KURIER beklagen die Krankenhäuser eine deutliche Zunahme von Übergriffen, insbesondere in den Notaufnahmen. Beleidigungen, Bedrohungen und auch körperliche Angriffe nehmen laut dem Presseartikel stetig zu. Die BD-Fraktion fordert jetzt Maßnahmen, um die Krankenhäuser besser zu unterstützen.
André Minne, gesundheitspolitischer Sprecher der BD-Fraktion, betont:
„Die aktuellen Berichte sind alarmierend und verdeutlichen, dass hier dringender Handlungsbedarf besteht. Das DGD-Krankenhaus in Frankfurt hat die Notaufnahme beispielsweise mit Polizei-Notrufknöpfen ausgestattet. Andere Kliniken setzen auf eine strikte Trennung von Anmeldung, Wartebereich und Behandlungszimmern, um gewaltbereite Personen direkt zu identifizieren und abzuweisen. Eine GPS-Software, welche Klinikpersonal und Sicherheitsdienst über Handys dauerhaft verbindet, kann ebenfalls Abhilfe schaffen. Auch der Einsatz von Bodycams wirkt deeskalierend und sichert im Ernstfall Beweismaterial. Diese Maßnahmen fordern wir auch für Bremer Krankenhäuser. Dem Gewaltexzess in unseren medizinischen Einrichtungen muss ein Ende gesetzt werden.“
Die Fraktion BÜNDNIS DEUTSCHLAND fordert den Senat auf, die Kliniken bei der baulichen Umgestaltung zur Implementierung der Sicherheitsmaßnahmen zu unterstützen: „Die Krankenhäuser sind auf Hilfe aus der Politik angewiesen. Schon jetzt liegen die Kosten für Sicherheitsmaßnahmen in Bremer Kliniken im sechsstelligen Bereich. Hier muss dringend finanzielle Unterstützung erfolgen. Dabei gilt es insbesondere, die Trennung von Behandlungszimmern und anderen Räumen anzustreben sowie Rückzugsmöglichkeiten z.B. Panikräume für das Personal zu schaffen“, erklärt Minne.
(Ende der Pressemeldung)