Im ThyssenKrupp-Werk in Bremen-Farge stehen etwa 420 Arbeitsplätze auf der Kippe, wie der WeserKurier am 24. September 2024 berichtete. Grund dafür sind laut dem Artikel vor allem das unsichere Marktumfeld und die schleppenden Verkaufszahlen, die zu erheblichen Auftragsrückgängen geführt haben. Laut der Aufsichtsratsvorsitzenden Simone Sasse fehlen vor allem Bestellungen, im Automobilsektor. Die Aufsichtsratsvorsitzende sieht jedoch weiteres Potenzial im Verbrennungsmotor.
Die Fraktion BÜNDNIS DEUTSCHLAND in der Bremischen Bürgerschaft teilt diese Einschätzung und kritisiert scharf die staatliche Lenkung des Marktes. Piet Leidreiter, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und verkehrspolitischer Sprecher, äußert dazu: „Im Verbrennungsmotor liegt weiterhin die Zukunft der deutschen Automobilindustrie. Die Hysterie um die sogenannte Klimakrise muss aufhören, sonst gefährden wir unsere Wirtschaft. Wir sind besorgt um unsere Wirtschaft, deren Rückgrat die Automobilindustrie ist.“
Insbesondere die Pläne der EU, den Verbrennungsmotor aus dem Verkauf zu nehmen, bewertet er als vollkommen falschen Ansatz: „Brüssel muss sich endlich aus der deutschen Wirtschaft heraushalten – ein solches Verbot wäre der Todesstoß für unsere Autoindustrie,“ so Leidreiter weiter.
Auch die Aufsichtsratsvorsitzende, betonte, dass die aktuellen Unsicherheiten auf den Märkten und die ständigen Anpassungen von Subventions- und Förderprogrammen seitens der Politik der Automobilbranche große Probleme bereiten: „Die Politik tut da nichts Gutes mit dem Hin und Her bei der Prämie. Es muss endlich eine klare Richtung geben. Wenn keine Elektroautos gekauft werden, investieren die Autohersteller nicht – und die Aufträge fehlen uns.“, so die Aufsichtsratsvorsitzende Weiterhin äußerte sich Sasse deutlich: „Wir sehen weiterhin Potenzial im Verbrenner, aber auch in der Erschließung neuer Geschäftsfelder, wie dem Einsatz von Wasserstoff.“
Die BD-Fraktion fordert eine Abkehr von politischen Eingriffen in die Wirtschaft und eine Stärkung des freien Marktes: „Die Politik sollte sich darauf konzentrieren, Rahmenbedingungen zu schaffen, die die Wettbewerbsfähigkeit unserer Industrie sichern, anstatt durch Planwirtschaft und Subventionen falsche Anreize zu setzen und damit Fehlsteuerungen des Marktes herbeizuführen“, so Leidreiter abschließend.
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